Historie

Die Freiwillige Feuerwehr Weisingen wurde am 1. Oktober 1876 gegründet. Unseren 150. Geburtstag feiern wir vom 11. bis 14. Juni 2026.

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Die Freiwillige Feuerwehr Weisingen wurde am 1. Oktober 1876  gegründet. Von der Feuerspritze zum Fahrzeug mit Atemschutzgeräten war es ein langer Weg.

1818

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Mit der Feuerlöschordnung von 1818 wird die Brandbekämpfung in Weisingen neu organisiert. Sie besteht aus Lösch- und Wachmannschaften sowie Feuerreitern, die Löschmannschaften sind in vier Rotten mit Einheitsführern gegliedert. Das Oberkommando führt der Ortsvorsteher. 1834 wird zusammen mit den Gemeinden Altenbaindt, Eppisburg und Holzheim wird eine gemeinsame Feuerspritze beschafft und in Holzheim gelagert. Durch den Standort ist das Gerät jedoch von wenig Nutzen, bis zum Eintreffen war ein Brand schon weit fortgeschritten und das Brandobjekt nicht mehr zu retten. Bei einem schweren Brand 1848 sind in Weisingen vier Todesopfer zu beklagen.

 

1873

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Die Gemeinde Weisingen beschafft eine eigene Feuerspritze. Die für damalige Verhältnisse hochmoderne und teure Druck- und Saugspritze wird vom Lauinger Glockengießer und Feuerlösch-Fabrikanten Josef Zöschinger hergestellt. Am "Dorf Weg" - heute Grafeneckstraße - wird ein Spritzenhaus errichtet.

 

1876

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Der Lauinger Apotheker und Feuerwehrkommandant Ferdinand Zenetti setzt sich für die Bildung von freiwilligen Feuerwehren im Bezirksamt Dillingen ein. Am 1. Oktober schließlich wird die Freiwillige Feuerwehr Weisingen gegründet. Aufgrund der Mannstärke und der leistungsfähigen Feuerspritze deckt die Wehr ab 1905 das größte Einsatzgebiet der Aschbergregion ab.

 

1932

Die Motorisierung der Feuerwehr beginnt: eine moderne Tragkraftspritze wird beschafft. Die Feuerwehr Weisingen ist eine der ersten Wehren im Landkreis, die über solch ein Gerät verfügt. Schadfeuer können nun schneller und effizienter bekämpft werden. In den folgenden Jahren leistet die von Ziegler gefertigte Spritze gute Dienste.

 

1939

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Der Krieg stellt die Feuerwehr vor eine harte Probe. Mit jedem Kriegsjahr werden die Reihen der Wehr weiter ausgedünnt. Um die Lücken zu schließen wird eine Jugendabteilung gegründet. Als diese in den letzten Kriegstagen zum Volkssturm eingezogen wird, erfolgt die Aufstellung einer Frauenabteilung. Von Luftangriffen bleibt der Ort verschont, allerdings kommt es zu einigen großen Bränden. Beim Einmarsch der amerikanischen Truppen gerät der Ort unter schweren Beschuss. Von den eingezogenen Kameraden kommen viele nicht mehr zurück. Eine ganze Generation an Wehrmännern ist gefallen.

 

1978

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Im Zuge der Gemeindereform wird Weisingen nach Holzheim eingemeindet. Als letzte große Maßnahme beschafft die Gemeinde Weisingen noch ein Tragkraftspritzenfahrzeug. Ausrückezeit und Schlagkraft der Wehr werden damit erheblich verbessert. Im selben Jahr wird im großen Rahmen das 100-jährige Gründungsfest nachgeholt. Zur Organisation des Festes wird erstmalig ein Feuerwehrverein gegründet.

 

1998

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Zur Jahrtausendwende geht eine Ära zu Ende: Ehrenkommandant Josef Schmid legt nach mehr als 30 Jahren sein Amt nieder. Kaum ein Kommandant hat die Wehr so sehr geprägt. Unter seiner Führung erhielt die Wehr ihr erstes motorisiertes Einsatzfahrzeug und zog aus dem altehrwürdigen Spritzenhaus in den Neubau in der Gerlachstraße um. 

 

2006

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Das Einsatzfahrzeug von 1978 ist kaum noch in Bewegung zu setzen. Ersatz wird beschafft, jedoch ohne Atemschutzgeräte. Die Wehr soll sich auf Unwetternotdienste spezialisieren.

 

2020

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Die Corona-Pandemie stellt die Feuerwehr vor neue Herausforderungen, denen mit neuen Handlungsweisen begegnet werden muss.  Ausbildungs- und Übungsdienst werden zunächst eingestellt und können in der Folgezeit nur mit Unterbrechungen wieder aufgenommen werden.

In die Jahre der Pandemie fällt auch ein Umbruch in der Feuerwehr. Die Schutzkleidung 'Bayern 2000' wird schrittweise auf ein moderneres Modell umgestellt. Im Winter 2020 bewilligt der Gemeinderat die Beschaffung von vier Atemschutzgeräten, wodurch es der Feuerwehr erstmals möglich ist, in brennende Gebäude vorzudringen. Das Mehrzweckfahrzeug wird in Eigenleistung fertiggestellt und ein eigenes Logo ausgearbeitet. Pandemie und steigende Einsatzzahlen bringen der Feuerwehr aber auch einen Zuwachs an neuen Mitgliedern.